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Fußgängerüberweg Sophienstraße
Wir wollen da auch weiterhin rüber

Den bürgerlichen Parteien CDU, FW und FDP sind sie ein Dorn im Auge und auch die IHK weiß es einfach besser als die Stadtverwaltung:

Der Fußgängerüberweg an der Sophienstraße über die Hauptstätterstraße muss wieder weg. Er verursacht ständig Staus und schaufelt der Stuttgarter Wirtschaft ihr Grab.

Um dies lückenlos nachzuweisen, hat die IHK extra einen Gutachter aus Karlsruhe beauftragt, der die Überwege an der Sophienstraße und der Leonhardskirche untersuchen sollte und der die Bedenken der IHK dann auch brav bestätigte. Da machte es auch garnichts, dass die IHK die zwei Überwege nicht in der Hauptstätter Straße sondern in der Konrad-Adenauer-Straße wähnte und es bis zuletzt unklar blieb, ob der Gutachter nicht die Theodor-Heuss-Straße anstatt die Hauptstätter Straße untersucht hat.

Die Bürgerlichen im Gemeinderat wiederum sind der Meinung, dass der Österreichische Platz nicht mehr in der Lage sei, den Verkehr aufzunehmen und verlangen in einem Antrag, dass die alten Zustände wieder hergestellt werden und zwar schnell. Und außerdem nutzen auch garnicht genügend Fußgänger diesen Überweg, meinen die Gemeinderäte.

Unstrittig hingegen ist, dass der Verkehr am Österreichischen Platz nicht gut läuft und hier noch einige Verbesserungen notwendig sind. Das Tiefbauamt ist hier dran.

Fragwürdig ist, dass es Gemeinderäte gibt, die nun die einjährige Versuchsphase abgekürzt wissen wollen, anstatt dem Gutachter der Stadt Stuttgart und dem Sachverstand des Tiefbauamts zu vertrauen. Haben sie etwa Angst davor, dass die Experten vom Tiefbauamt die Probleme am Österreichischen Platz lösen und es sich dann keine Argumente mehr für die Beseitigung des Überwegs finden lassen oder ist es einfach blinder Lobbyismus im Dienste der Autofahrer und des B14-LKW-Durchgangsverkehrs?

Falls sich einmal einer dieser Gemeinderäte an die Hauptstätter Straße verirrt, so wird es wie Schuppen von den Augen fallen: Der Stau der dort alltäglich ist und sie so stört, rührt von der Überlastung der Straße und nicht von den Fußgängerampeln her. Dies erkennt man daran, dass es sich vor und hinter der Fußgängerampel staut.

Kurz und gut: Wir wollen da weiterhin rüber!




28.01.2007