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13. Vesperkirche in der Leonhardskirche
9 Wochen lang ein warmes Essen
Beim Eröffnungsgottesdienst war die Leonhardskirche mit mehr als 500 Besuchern fast voll besetzt. Zum Essen wurden eintausend Besucher erwartet. Aber die Vesperkirche in Stuttgart ist ein Angebot, das mehr bietet als einen warmen Teller Suppe. Sie wurde im sozialen Umfeld der Stadt zur festen Adresse. Essen, medizinische und tierärztliche Versorgung, Ruhe, Gespräche, Haare schneiden, Berufsberatung und eine Spielecke für Kinder: Menschen finden in der Vesperkirche zwischen Januar und Palmsonntag, was sie zum Überleben brauchen. Die Begegnung in der Vesperkirche wurde mit einem Kulturprogramm um eine weitere Facette erweitert. "Wir machen Menschen, die sich Derartiges nicht leisten können, ein Angebot, weil wir Kultur als etwas verstehen, das jedem Menschen gut tut. Am wichtigsten ist uns, dass sich Menschen näher kommen", freut sich Diakoniepfarrer Martin Friz über das Kulturprogramm. Den Auftakt machte am Sonntagabend das Grachmusikoff Trio und nächsten Sonntag spielt Stuttgart Radio Brass auf. Jeden Sonntag ab ab 15 Uhr zum Kaffee und ab 16 Uhr zu "Kultur in der Vesperkirche" ist jede und jeder eingeladen. Auch nach dem Programm besteht die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei. Das Programm lebt durch Spenden und den Verzicht der Künstler auf ihre Gage. Die Gesprächsreihe: "Wer arm ist, stirbt früher" startet am Montag, 22. Januar, um 19 Uhr mit einem Vortrag von Professor Gerhard Trabert von der Fachhochschule Nürnberg. Eine Podiumsdiskussion mit Sozialministerin Dr. Monika Stolz findet am Montag, 5. Februar, um 19 Uhr statt. Das weitere Kulturprogramm für die neun Wochen dauernde Vesperkirche finden Sie bei uns unter "Veranstaltungen". |
15.01.2007
