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Fußgängerüberweg Sophienstraße bleibt
Wir wollen da auch weiterhin rüber
Bevor er jedoch starten konnte, überreichte eine Abordnung des Heusteigviertel e.V. knapp 500 Unterschriften, die sich für den Überweg einsetzten. Doch auch die Gegenseite war nicht untätig. In einem Schreiben an die Gemeinderäte erklärte die IHK das Scheitern der Überwege. Der Verkehrswissenschaftler Professor Rolf Karajan bemühte sich in seinem ausgesprochen fundierten Vortrag über die Überwege an der Sophienstraße und an der Leonhardskirche um die bis dahin fehlende Sachlichkeit. Sein Fazit lautet: Es ist kein Einfluss auf den Verkehrsablauf erkennbar, der Verkehrsablauf ist gleichmäßiger, die Sicherheit hat sich aufgrund der gesunkenen Geschwindigkeiten erhöht, die Überwege genießen eine hohe Akzeptanz. Kurzum aus Sicht des anerkannten Verkehrswissenschaftlers und Zwangsmitglieds der IHK sind die Überwege ein voller Erfolg. Nicht aus dem Weg räumen konnte er allerdings die Tatsache, dass zwischen subjektiver und objektiver Wahrnehmung ein himmelweiter Unterschied bestehen kann. Dies bestätigte auch der Gemeinderat Herr Uhl , der täglich 3-4 Mal die Strecke zwischen Stadtmitte und Vaihingen fährt und wohl das eine oder andere Mal von der Fußgängerampel ausgebremst wurde, durch seinen Vortrag. Er sieht die Fußgängerüberwege als Unfallträchtig und von den Fußgängern nicht akzeptiert. Gut dass die anderen Gemeinderäte das ganz anders erlebt haben. Herr Guckenberger von der SPD freute sich über das Erreichte, aber auf den Punkt brachte es wohl der grüne Gemeinderat Herr Kienzle. Er mußte zugestehen, dass durch die Sperrung der Rampen am Österreichischen Platz manche Gemeinderäte mit ihrem PKW nun etwas schwieriger ins Rathaus kommen. Die Bürger werden damit wohl leben können. Es bleibt dabei: Wir gehen da weiterhin rüber! |
14.02.2007
