News
Etzel-/ Alexanderstraße
Es lebt sich gefährlich
Dieser Bereich im Umfeld der Jugendfarm Süd, dem Haus der Familie und mehreren Kindereinrichtungen wird von Kindern stark frequentiert und zwar ohne Ihre Eltern - und dies soll auch so sein. Die "Etzel" als offene Einrichtung will, dass die Kinder kommen, wenn ihnen der Sinn danach steht und zwar ohne ihre Eltern. Auch sollen die Kinder alleine zum Flötenunterricht in das Haus der Familie gehen dürfen. Verständlich ist, dass die Eltern an einem sicheren Verkehrsumfeld interessiert sind und hier beginnt das Problem: Die Etzelstraße ist ein beliebter Schleichweg bei Pendlern und anderen Autofahrern, die genervt vom Dauerstau, diesen Bereich der Neuen Weinsteige schnell umfahren wollen. Bei Ortsterminen mit Gemeinderäten, Bezirksbeiräten, der Polizei und Mitarbeitern der Stadtverwaltung wurden die Bedenken der Eltern denn auch bestätigt. Leider scheinen die Mitarbeiter des Amts für öffentlich Ordnung, zurückgekehrt in ihre Amtsstuben, vergessen zu haben, was sie gesehen haben. So schreiben sie den Gemeinderäten und Bezirksbeiräten, unterschrieben von OB Schuster oder dem zuständigen Amtsleiter, gebetsmühlenhaft, dass "Verkehrsbehördliche Maßnahmen" nicht erforderlich seien und der Straßenverkehr immer Gefahren mit sich bringe. Ursächlich für einen Unfall während eines Ortstermins war weder ein querender Fußgänger noch die Fahrgeschwindigkeit der Fahrzeuge. Mit anderen Worten: Das war ja gar kein Unfall. Die beiden schweren Unfälle in den letzten Wochen waren dann wohl auch keine Unfälle. Zum Glück standen hier keine Kinder am Straßenrand, als ein Fahrzeug die Begrenzungspfosten niederwalzte. Müssen erst Kinder überfahren werden, dass wir von einem Unfall reden dürfen und dann vielleicht doch "Verkehrsbehördliche Maßnahmen" erforderlich sind? Armes Kinderfreundliches Stuttgart! Apropos Kinderfreundliches Stuttgart: OB Dr. Schuster scheint ebenfalls außergewöhnlich vergesslich zu sein: Schreibt er nicht in seinem "Arbeitsprogramm von Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster Fortschreibung 2006"? - Für jedes Kind soll es ausreichend Platz zum Wohnen und zum Spielen im Freien geben. – Jedes Kind soll die Chance haben, gesund und sicher aufzuwachsen. Wie soll es nun weitergehen in Sachen Verkehrssituatiion "Etzel-/Alexanderstraße / Neue Weinsteige"? Der Bezirksbeirat Stuttgart-Süd jedenfalls ist nicht gewillt, die Antwort der Verwaltung so hinzunehmen. Auch den Stuttgarter Gemeinderäten sei ans Herz gelegt, nicht erst auf den "ersten" Unfall zu warten. |
14.05.2007
