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Indexikalisch-monographischer Zwischenbericht
Olaf Probst im Stuttgarter Kunstverein
Die Basis der künstlerischen Arbeit von Olaf Probst ist das Sprachbild. Er übersetzt Sprache als grafische Zeichen so lange bis sie ihre Wortbedeutungen verlieren und fremd erscheinen. Diese fremdgewordenen Worte bilden das "Vokabular" seiner Zeichnungen. Ihr Ordnungsprinzip ist der Rapport, die Wiederholung in den Figuren von Schleife und Spirale. So erscheint die Sprache aus der Ferne betrachtet als von Wiederholungen durchwogene Fläche. Aus der Nähe betrachet ergeben die Muster auch mögliche Lektüre. Buchstabenfolgen, Silben, die ihren Sinn zwischen den möglichen Worten hin- und hertragen. Der zunächst "sprachblinde" Betrachter beginnt sich in seine Sprache zurückzulesen. Die Filme Olaf Probsts mit den durchnummerierten Titel McLoop No. 1-9 basieren auf diesen gezeichneten Sprachbildern, die sich über formale Ähnlichkeiten mit Bildern der Wirklichkeit verknüpfen. Aus Sprachbildern werden Sprachreisen. Vormerken: showdown ist am Dienstag, den 10. Juli um 20 Uhr Die Ausstellung kann von Dienstag bis Donnerstag von 14 - 18 Uhr und nach Vereinbarung besichtigt werden. stuttgarter kunstverein e.v., Filderstrasse 34. |
30.05.2007
