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Bezirksbeiräte Stuttgart-Mitte, -Süd, West, Ost, Nord
Rahmenplan Halbhöhenlagen - Kein guter Tag für Stuttgart
Dies war wahrlich kein guter Tag für Stuttgart! Die Innenstadtbezirksbeiräte waren und sind sich einig in der Sorge um die Stuttgarter Luft. Nicht erst seit dem die Innenstadt im Sommer nachts nicht mehr abkühlt und das Neckartor zum bundesweit schlechtesten Luftstandort gekürt wurde, machen sich viele Bürger und die Innenstadtbezirksbeiräte Gedanken über die Durchlüftung des Stuttgarter Talkessels. Sie wissen längst, wie wichtig die Kaltfuftentstehungszonen und der Kaltluftstrom sind und warum in den letzten Jahren genau diese unter den Bagger gekommen sind: Das geltende Planungsrecht, das festlegt wo wie gebaut werden darf, hat schlichtweg die Belüftung der Innenstadt nicht beachtet und so muss man feststellen, dass hier die Summe der kleinen Sünden, die für Stuttgart so wichtige Frischluftzufuhr gekappt hat. Genau aus diesem Grunde haben die Innenstadtbezirksbeiräte schon vor zwei Jahren die Aufstellung eines Rahmenplans für die Halbhöhenlagen gefordert und seit dem gewartet. Was nun vom Leiter der Planungsabteilung Mitte des Stuttgarter Stadtplanungsamtes mit verdächtig großer Verspätung präsentiert wurde, wurde von einer Bezirksbeirätin treffend als Spatz in der Hand bezeichnet werden. Schon sein Plädoyer für das bestehende Planungsrecht ließ alle roten Lichter angehen. Es verstand wohl keiner im großen Sitzungssaal des Rathauses, warum die Stuttgarter Luft so schlecht sein kann, wenn das bestehende Planungsrecht gut ist. Auch die Weiterentwicklung der Stadt sah der Planer allenfalls in einer noch sorgfältigeren Planung von Neubauvorhaben und keinesfalls in einer strikten Ausweisung von Bauverbotszonen und einer Wiederbegrünung von heute bebauten Flächen. Dies wäre aber nur logisch, denn die schlechte Stuttgarter Luft hat ja seine Ursache in der Bebauung von Flächen, die man nie hätte bebauen dürfen. Es ist anzunehmen, dass dies auch die Herren von der Stadtplanung und der Stadtklimatologie wissen. Sagen dürfen sie es ganz offensichtlich nicht mehr. Den Bezirksbeiräten blieb nichts anderes übrig, als zu fordern, dass sie künftig zu allen Bauvorhaben in den Halbhöhenlagen zu hören sind und Ihnen sämtliche 65 dort unbebaute Flächen vorgestellt werden und nicht nur die 11 Flächen, für die das Planungsamt den Bedarf für Bebauungsplanänderungsverfahren sieht. Der einzige Hoffnungsschimmer für die Stuttgarter Luft ist, dass sich die große Mehrheit der Bezirksbeiräte Fraktionübergreifend in der Sorge um genau diese einig ist und es für sie nicht gilt: ![]() |
24.09.2007

