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CDU und SPD im Süden
Keine guten Aussichten für den Rupert-Mayer-Platz
In einem Gemeinderatsbeschluss wurde beschlossen, dass nach Auslaufen des Pachtvertrags zum Ende des Jahres die Tankstelle weichen muss. Diese große Einigkeit beflügelte die Stadtverwaltung in der Zukunftsplanung des arg geschundenen Platzes und in einem runden Tisch aus Vertretern des Stadtplanungsamtes sowie der Bezirke Mitte und Süd wurde der Entwurf des Stuttgarter Landschaftsarchitekturbüros G2 zum Sieger erklärt. Kleinere Änderungswünsche sollten in den Entwurf noch eingebaut werden. Konsequent stellte die Stadtverwaltung für die Haushaltsberatungen 900.000 Euro für die Platzsanierung in ihren Haushaltsvorschlag ein und fühlte sich prompt direkt vor den Kopf geschlagen. Allein die Grünen im Rathaus sind bereit diesem Vorschlag zu folgen. CDU und SPD sind sich einig und wollen allenfalls Geld für die Planung des Platzes in den Haushalt einstellen. Die CDU will "Planungsmittel in Höhe von max. 100.000 Euro", die SPD spricht vage von Projektbearbeitungsmitteln. Ja kann das denn wahr sein? Da soll etwas geplant werden, was schon geplant ist. Eine Realisierung dieser Doppelplanung soll nach Willen der CDU dann gar erst in 2010 erfolgen. Da muss sich ja selbst der ruhige, gelassene, leidgeprüfte Süd-Bürger verhöhnt fühlen. Hat doch gerade die CDU in ihrer Sommerveranstaltung "CDU vor Ort" sich "so bemüht" um den Rupert-Mayer-Platz gezeigt. Zu Recht befürchten die Grünen, dass wenn sich nicht sofort was tut, sich in dieser Schmuddelecke wieder Szenen etablieren, die man nicht dort in unmittelbarer Nähe zum Karls-Gymnasium haben möchte. Der CDU und SPD sei ans Herz gelegt, dass der Stuttgarter Bürger und Priester Rupert Mayer sich gegenüber seinen Widersachern und Verfolgern stets geduldig und demütig gezeigt hat, aber sie sollten sich nicht darauf verlassen, dass die Bürger aus Mitte und Süd dies ebenfalls tun. Auch die Bezirksvorsteher in Stuttgart-Süd und Mitte sind entsetzt über die Absichten der CDU- und SPD- Gemeinderäte. In einem Brandbrief appelieren Sie dringend an die Gemeinderäte, "die Bemühungen der vielen Bürgerinnen und Bürger , der Bewerbetreibenden , des Karls-Gymnasiums und der sozialen Einrichtungen zweier Stadtbezirke" ernstzunehmen und bitten die Gemeinderäte, "ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken und die notwendigen 900.000 € zur städtebaulichen Umgestaltung im Doppelhaushalt 2008/09 bereitzustellen. Die Bürgerinnen und Bürger, die Betroffenen und der Platz haben es verdient." ![]() Der Siegerentwurf des Büros G2 |
17.12.2007

