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Theaterpreis für die beste Produktion
für "Große Szene am Fluss"
Als einzige Auszeichnung seiner Art im deutschen Südwesten würdigt der Stuttgarter Theaterpreis, seit beinahe 20 Jahren, freie Produktionen aus Baden- Württemberg. Alljährlich rückt er eine Szene ins Rampenlicht, die mit sehr viel härteren Bedingungen konfrontiert ist als die ungleich besser ausgestatteten Staatstheater. Der Stuttgarter Theaterpreis 2007 für die beste Produktion in Höhe von 6.000 Euro – gestiftet von der Landeshauptstadt Stuttgart, überreicht von Dr. Wolfgang Ostberg im Theaterhaus, ging an das Nomad Theatre Ensemble Stuttgart für die Inszenierung "Große Szene am Fluss" von Tankred Dorst am theater rampe. Aus der Begründung der Jury: "Diese Produktion hat uns überzeugt durch die große Ernsthaftigkeit, mit der sich alle Beteiligten dem Text und seinem Thema, dem Krieg, gestellt haben. Durch die sehr klare Verwendung einfacher Mittel – Sand, drei karge Äste, Absperrband und mittendrin drei Männer, die wie in einer Versuchsanordnung aufeinander treffen: zwei Söldner, gespielt von Robert Atzlinger und Klaus Gramüller, und ein Journalist, Uwe-Peter Spinner. Vordergründig geht es darum, den Mord an einem Söldner aufzuklären, der mitten im Kriegsgebiet passiert sein soll. Letztlich aber geht es um den Weg, den die drei Männer bis zu diesem Punkt zurückgelegt haben und um die Möglichkeit zu leben inmitten der zerstörerischen Welt des Krieges. Daniel Klumpp inszeniert dies sehr zurückhaltend, führt aber die Figuren mit großer Klarheit und Stringenz, läßt den Text wirken, die Sprache der Körper, die Spannung des Spiels. ... In Zeiten der verbreiteten Sehnsucht nach Spektakeln, besticht diese Inszenierung durch Reduktion zugunsten einer Konzentration auf das Wesentliche des Theaters: den Text, den Schauspieler und die Szene." |
17.12.2007
