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Nachdem er über den Österreichischen Platz gegangen war
Zur Einweihung des neuen Verwaltungsgebäudes

Der Erste Bürgermeister Föll hat am Freitag das neue Verwaltungsgebäude der Stadt eingeweiht.

Nach 15-monatiger Bauzeit und drei Monaten Verspätung werden diese Woche 170 Beschäftigte des Schulverwaltungsamts und des Rechnungsprüfungsamts einziehen. Während Föll den Entwurf des Fellbacher Architekturbüros D'Inka Scheible Hoffmann, dessen Fassade durch grünliche Brüstungsverkleideungen und grauem Beton geprägt werden, lobte, sind sich die Anwohner am Weißenburgplatz einig. Bestenfalls sei dies das richtige Gebäude am falschen Ort. Mag das Gebäude sich für seine Befürworter wohltuend gegen den Österreichischen Platz abheben, so sticht das kalte Grün der Glasfassade nicht gerade wohltuend in die Augen, wenn man die Immenhofer Straße hinunterkommt. Freude herrscht hingegen bei den Fußgängern, die endlich auf Straßenniveau ins Heusteigviertel gehen können. Der Preis hierfür ist jedoch gewaltig.


So zitiert ein Anwohner passend den 2006 verstorbenen Autor Robert Gernhardt:

Nachdem er über den Österreichischen Platz gegangen war

Dich will ich loben: Häßliches,
du hast so was Verläßliches.



Das Schöne schwindet, scheidet, flieht -
fast tut es weh, wenn man es sieht.



Wer Schönes anschaut, spürt die Zeit,
und Zeit meint stets: Bald ist's soweit.



Das Schöne gibt uns Grund zur Trauer.
Das Häßliche erfreut durch Dauer.














10.03.2008