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Bundesverkehrsministerium belehrt die Stadt Stuttgart
Parken auf Fahradspuren wird teuer

Die Stadtverwaltung war fest entschlossen Peter Pipiorke von der "Naturfreunde Radgruppe Stuttgart e.V." am langen Arm "verhungern zu lassen".

Doch dieses Mal gab es eine Lehrstunde vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Schon seit einiger Zeit erregte sich die Naturfreunde Radgruppe, dass die Stadtverwaltung den Autofahrern, die auf Radwegen und Radverkehrsspuren parken, einen kräftigen Nachlass fürs Falschparken gibt - wenn überhaupt ein Knöllchen verteilt wurde. Laut Statistik werden in den inneren Stadtbezirken jährlich lediglich 200 Knöllchen gegen Falschparker auf Radwegen ausgestellt. Gegen Zahlung von 10 Euro ist man dabei. Ein glatter Rechtsverstoß - schreibt der Bußgeldkatalog doch 15 bis 35 Euro je nach Dauer und Behinderung vor.

Die Radfahrergruppe beschwerte sich bei der "Autofahrerstadt-Verwaltung" und blitzte prompt ab. Eigentlich seien das ja gar keine Radwege im eigentlichen Sinne, da die Schilder hierfür fehlten und daher gibt es halt Rabatt. In seiner Not schrieb Pipiorke das Bundesverkehrsministerium an und von da kam eine ganz eindeutige Antwort: "Wer auf Radverkehrsrührungen parkt, parkt damit auf einem Radweg".

Laut Stuttgarter Zeitung lässt das Ordnungsamt verlauten, man werde die Praxis überprüfen. Bleibt zu hoffen, dass auch die Praxis überprüft wird, nach Möglichkeit gar keine Knöllchen zu verteilen.



10.03.2008