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Nein zum Südtor
Der Bezirksbeirat Süd lehnt geplanten Neubaukomplex ab
Schon im Januar war dem Bezirksbeirat die geplante Bebauung vorgestellt worden und es wurden viele Bedenken laut. Am vergangenen Dienstag stand der "Vorhabenbezogene Bebauungsplan" zur Abstimmung an. Der Stadtplaner Herr Haas stellte noch einmal die Planung vor und die Runde begrüßte den geplanten Mix aus Hotel, Büros, Supermarktflächen, Gastronomie und 77 Mietwohnungen. Weniger angetan waren die Bezirksbeiräte allerdings von der Tatsache, dass von ihren Bedenken und Mahnungen aus der nichtöffentlichen Sitzung im Januar nichts aber auch garnichts Berücksichtigung gefunden hat. Diese Tatsache aber auch das ausgesprochen lustlose Auftreten des Stadtplaners in dieser "Pflichtveranstaltung" erregten den Zorn der Bezirksbeiräte. Auch das große Plakat an der Wand, das den geplanten Komplex von seiner guten Seite zeigt, konnte nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass hier zu massiv und zu hoch gebaut werden soll. Aber auch andere Teile der Planung sind vollkommen unausgegoren und lassen fehlenden Sachverstand oder "zu große Nähe der Verwaltung zum Bauherren" vermuten. So sind die Fuß- und Radwegführungen in der Filder- und Heusteigstraße stark an den Bedürfnissen des Bauherren und weniger an denen der Bürger ausgerichtet. Die Bepflanzung mit Bäumen mag im Modell schick aussehen, geht aber an der Tatsachen vorbei, dass diese die Eigenschaft haben, zu wachsen. Auch die Anlieferung der beiden Supermärkte über die Kolbstraße erinnert eher an Schilda als an eine vernünftige Planung. Wird diese Planung im UTA der Stadt Stuttgart am morgigen Dienstag so abgesegnet, können die Anwohner ihren Wecker in den Müll schmeißen. Das Wecken in der dann sehr schattigen Kolbstraße übernimmt in Zukunft um sechs Uhr morgens ein mit laut lärmendem Kühlaggregat bestückter rangierender Sattelzug. So bleibt den Bürgern nur die leise Hoffnung, dass der Stuttgarter Planungsamtchef Detlef Kron seine Ankündigung gegenüber der Stuttgarter Zeitung wahr macht und Nachbesserung nicht nur möglich und städtebaulich durchaus wünschenswert sind, sondern auch wirklich kommen. Sagte doch ein Bezirksbeirat recht treffend, dass hier nicht nur für die nächsten 5 bis 10 Jahre ein Gebäude gebaut wird, sondern für die nächsten 50 Jahre. |
28.04.2008
