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Falschparken auf Radwegen
Stadt greift durch
Nach vielen Briefen an das Bundesverkehrministerium und einer sehr guten Berichterstattung in der Stuttgarter Presse, hat die Stadt Stuttgart im Mai dieses Jahres ihre Politik gegenüber Falschparkern geändert. Es gilt der bundeseinheitliche Bußgeldkatalog nun auch in Stuttgart. In einer Presseerklärung von Ordnungsbürgermeister Schairer wird festgestellt: "Durch falsch parkende Fahrzeuge werden die Radfahrer auch bei Radschleusen und Radverkehrsführungen massiv behindert", so Bürgermeister Schairer. "Wenn Radfahrer Falschparkern ausweichen müssen, bedeutet dies häufig eine große Gefährdung durch den Straßenverkehr. Dies gilt vor allem für Einbahnstraßen." Und weiter: "Diese massiven Gefährdungen lassen eine radfahrerfreundliche Auslegung der laufenden Nummer 52 der Bußgeldkatalog-Verordnung zu. Mit dieser für uns neuen Rechtskonstruktion wollen wir den Fahrradfahrern den Raum auf unseren Straßen geben, der ihnen zusteht." Und dies wird auch in die Praxis umgesetzt. So berichtet das Ordnungsamt in einem Schreiben an die Naturfreunde Radgruppe über mehrere Abschleppaktionen, insbesondere im Stuttgarter Westen. Es ist zu wünschen, dass diese Maßnahmen alsbald Wirkung zeigen und die langjährige Praxis des preiswerten Parkens auf Radwegen weitestgehend eine Ende findet. Diese neue Praxis ist ein toller Erfolg der Radgruppe zugunsten der Radfahrer in Stuttgart. Es wäre wünschenswert, dass der Atem der Stadt lange genug anhält. Denn erst wenn solche Abschleppaktionen nicht mehr notwendig sind, dann sind die Radwege auch wirklich frei und sicher. Ein herzliches Dankeschön an das Ordnungsamt nicht nur von der Kettenblatt–Redaktion und der Naturfreunde Radgruppe, sondern sicherlich auch von vielen Radfahrern in Stuttgart. Artikel von Peter Pipiorke aus dem Kettenblatt der Naturfreunde Radgruppe Stuttgart. |
20.10.2008
