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Essen auf dem Boden, Arbeiten im Keller
Skandalöse Zustände in Schulen und Kindergärten
Was wie ein Bericht aus einem Entwicklungsland klingt, ist harte Realität im Stuttgarter Süden. In der Sitzung des Bezirksbeirats Stuttgart-Süd waren der Leiter der Kaufmännischen Schule Süd, der Lehenschule, des Karls-Gymnasiums sowie die Leiterinnen des Schulkindergartens für hörgeschädigte Kinder, der städtischen Kita in der Zellerstraße und der Heusteigschule zu verschiedenen Tagesordnungspunkten erschienen. Der Tenor war bei allen der gleiche: Die räumlichen Verhältnisse sind schlichtweg katastrophal. Die Bezirksbeiräte waren entsetzt und forderten, dass Oberbürgermeister Wolfgang Schuster "die Sache zur Chefsache" macht. Der hat dann auch sogleich seine Kinderbeauftragte der Stadt Stuttgart losgeschickt und die Amtsleiter des Schulverwaltungsamts und des Jugendamts wachgerüttelt. Fraglich ist nur, wozu sich unser OB eine Bürgermeisterin Frau Dr. Eisenmann oder Frau Müller-Trimbusch leistet, wenn er sich dann doch selbst einschaltet. Fraglich ist natürlich auch, was sich die Gemeinderäte der Stadt Stuttgart dabei denken, wenn sie diskutieren, ob man einen Deckel über die Kulturmeile bauen oder die Paulinenbrücke abreisen soll. Hierbei jonglieren sie mit Millionenbeträgen herum, als wären an allen Schulen die Dächer dicht, das Mittagsessen gesichert, die energetische Sanierung Geschichte und die Türgriffe vergoldet. Die Stuttgarter Zeitung hat es sehr passend geschrieben: "Beschämend für eine reiche Stadt wie Stuttgart, beschämend für eine Stadt, die es sich auf die Fahnen geschrieben hat, bald die kinderfreundlichste im Land sein zu wollen". |
02.02.2009
