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"Von Mäusen und Moosröschen - erotische Geschichten im Alleingang
Premiere der Hör- und Schaubühne
Kann ein Esel Schiller rezitieren? kann eine Frau einen Bart haben? Kann ein weißes Tuch ein Fluß sein? Natürlich! Natürlich nicht! Im Theater ist die Antwort immer einfach! Und dann stimmt natürlich auch das Gegenteil - vor allem hier, wo - inspiriert von zwei historischen erotischen Geschichten - Suzan Smadi auf der Bühne ihren sehr persönlichen Lobgesang auf die Magie des Theaters entfaltet. In der ersten Geschichte - die ursprünglich im 11.Jahrhundert von einer umherziehenden Spielfrau entwickelt und aufgezeichnet wurde - lebt ein junger Hirte ganz allein mit seinen Tieren im Gebirge. Verstärkt wird seine Menschenscheu noch vom Großgrundbesitzer, der ihm einredet, alle Frauen hätten ein Tierchen unterm Rock, das wie eine Mausefalle zuschnappen könne. Als der Alte stirbt, hinterlässt er sein Geld dem Jungen, der damit zum reichsten Junggesellen der Gegend wird. So beginnt eine ebenso irrwitzige wie spannende Verwechslungskomödie, die bei aller Derbheit doch ungewöhnlichen Charme und einen süffisanten Humor entwickelt. In der zweiten Geschichte - die schon im 2. Jahrhundert nach Christus von Lucius Apulejus in seinem Roman "Der goldene Esel" beschrieben wird - beschliesst ein von heftigen erotischen Gelüsten geplagter junger Mann, auf Reisen zu gehen, um Abenteuer zu erleben. Aus diesem Grund möchte er vor allem Gegenden bereisen, in denen es Magier und Magierinnen geben soll, die sich in Adler und verschiedene andere Tiere verwandeln können. Als er in einer magischen Mondnacht eine Hexe bei der Verwandlung beobachtet und sich endlich am Ziel seiner Wünsche wähnt, nimmt das Unglück seinen Lauf... Suzan Smadi hat eine eigenwillige Version dieser Geschichten entwickelt. Manchmal scheint sie sich dabei von ihrer komödiantischen Spielfreude, von der Spannung der Geschichten mitreißen zu lassen, obwohl sie doch eigentlich wissen müsste, wie alles endet. Oder erfindet sie es etwa erst in dem Moment, in dem wir es sehen? Auch das ist möglich. Ja, was denn nun! Ach, schauen Sie doch selbst! Spiel: Suzan Smadi Regie: Isabelle Grupp Materialtraining: Stephanie Rinke Ton: Dietrich Lutz Technik: Inga Töpperwien Wann: am Freitag, 13.Februar und Samstag, 14.Februar 2009, um 20 Uhr Wo: Rotebühltheater, Theodor-Bäuerle-Saal, Treffpunkt Rotebühlolatz, Rotebühlplatz 28, 70173 Stuttgart Kartentelefon: 0711-1873-804 Kontakt: HÖR-und SCHAUbühne Suzan Smadi Filderstr.61 70180 Stuttgart Tel: 0711-6408415 Mobil: 0160-93583086 mail: kontakt@hoerundschaubuehne Home: www.hoerundschaubuehne.de |
09.02.2009
