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Schnelle Hilfe im Notfall
Marienhospital eröffnet zentrale Notaufnahme
Mit dem Krankenwagen eingelieferte Schwerverletzte und akut Erkrankte sollen dort eine möglichst schnelle Erstdiagnose erhalten, damit die notwendige Behandlung ohne Verzögerung eingeleitet werden kann. Hierfür stehen moderne medizinische Großgeräte wie etwa ein Computertomograf der neuesten Generation zur Verfügung. Kürzere Wartezeiten erhofft Patienten, die als Notfälle mit dem Krankenwagen eingeliefert werden, gelangen von einer neu gebauten Krankenwagenzufahrt aus über eine Schleuse direkt in die neue Notaufnahme. Speziell geschulte Ärzte und Pflegekräfte entscheiden hier unmittelbar nach der Erstversorgung, in welche Abteilung ein Patient aufgenommen wird. Denn starke Bauchschmerzen etwa können ebenso gut ein Fall für die Internisten wie für die Chirurgen oder Gynäkologen sein. „Die neue Notaufnahme soll dafür Sorge tragen, dass Patienten so schnell wie möglich in die für sie richtige Abteilung gelangen“, sagt Marienhospital-Geschäftsführerin Monika Röther. Das spare Zeit für die Patienten und dadurch letztlich auch unnötige Behandlungskosten fürs Marienhospital. Bislang wurden Notfallpatienten, ambulante Patienten und stationäre Klinikpatienten in den selben Räumen behandelt. Weil Notfallpatienten jetzt in einer eigenen Abteilung aufgenommen werden, hofft man auch, die Wartezeiten für alle Patientengruppen verkürzen zu können. Die neue Notaufnahme ist hochwertig ausgestattet. Ein Notfallraum, in dem Wiederbelebungsmaßnahmen und Notoperationen durchgeführt werden, steht dort ebenso zur Verfügung wie ein Gipsraum zur Behandlung von Knochenbrüchen. Zudem verfügt die Abteilung über einen Computertomografen der neuesten Generation, mit dem schmerzfrei detaillierte Aufnahmen aus dem Körperinneren gemacht werden können. Das eine Million Euro teure Gerät benötigt für eine Aufnahme des Brustraums nur sieben Sekunden. Vor einigen Jahren mussten Patienten für eine solche Aufnahme noch minutenlang bewegungslos in der Untersuchungsröhre verharren; für viele Notfallpatienten kam das Verfahren daher gar nicht in Frage. Schleuse soll aggressive Personen abhalten Patienten und ihre Angehörigen betreten die Notfallpraxis jetzt über eine Personenschleuse. Gelegentlich begleiten nämlich angetrunkene oder aggressive Personen beispielsweise Opfer von Schlägereien zur Notfallpraxis. Die Schleuse ermöglicht es, nur den Kranken in die Notfallpraxis zu lassen, während Begleitpersonen, die den Betrieb der Praxis durch aggressives Verhalten gefährden würden, draußen warten müssen. „Die Personenschleuse dient dem Schutz unserer Patienten ebenso wie dem unserer Mitarbeiter“, so Monika Röther. Die Gesamtkosten für Bau und Ausstattung der Notaufnahme belaufen sich auf rund fünf Millionen Euro. |
04.06.2009
