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Einschulung: Je später, desto besser
Von: Kay Rurainski - Spielraum - Heilpädagogik mobil

Einschulung: Je später, desto besser

Häufig fällt Kindern, die zu früh eingeschult werden, der Weg zum Abitur schwer. Viele schaffen einer Studie zufolge den Sprung aufs Gymnasium erst nach der zehnten Klasse.

Natürlich ist es schon recht spät um auf den Termin der Einschulung Einfluss zu nehmen. Dennoch möchte ich noch kurz vor Schluss auf die Risiken einer frühen Einschulung hinweisen. Denn für rund ein Drittel der Schüler, die nach der Stichtagsregelung schon früher eingeschult werden, sinkt die Wahrscheinlichkeit, nach der vierten Klasse aufs Gymnasium zu wechseln. Das ist das Ergebnis einer Studie des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). "Bei der Entscheidung für eine weiterführende Schule sollte das Alter der Kinder mit berücksichtigt werden", forderte Andrea Mühlenweg vom ZEW.

Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass Lehrern und Eltern nicht ausreichend bewusst ist, dass die zu einem Zeitpunkt gemessenen Leistungen der Kinder nicht nur mit ihrer Intelligenz und ihren Fähigkeiten, sondern auch mit dem Alter zu tun hätten. "Es muss ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass jüngere Kinder permanent mit älteren verglichen werden", so die Bildungsökonomin. "Ein Monat Unterschied im Geburtstag kann zu fast einem Jahr Unterschied im Einschulungsalter führen."

Ruf nach individueller Förderung

Neuere Erkenntnisse zeigten zudem, dass die früh eingeschulten Mädchen und Jungen später aufholten und viele nach der zehnten Klasse noch ein berufliches Gymnasium oder eine Fachoberschule besuchten. "Damit wird einer Gruppe eigentlich geeigneter Kinder aufgrund ihres relativen Alters für mehrere Jahre der Zugang zum Gymnasium erschwert", so Mühlenweg.
Kinder sollten aber nicht generell später zur Schule gehen: "Wenn alle ein Jahr später eingeschult würden, löst das nicht das Problem, dass die Jüngsten in dieser Klasse im Durchschnitt nicht denselben Entwicklungsstand erreicht haben wie die Ältesten." Jedes Kind müsse zudem individuell mit seinen Stärken und Schwächen gesehen werden. "Es wird immer Fälle geben, in denen die Jüngsten einer Klasse sich als Überflieger entpuppen oder später Eingeschulte Schwierigkeiten in der Schule haben."

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Ich wünsche Ihnen schöne und erholsame Restferien!

Ihr
Kay Rurainski
Spielraum - Heilpädagogik mobil
Inh. Kay Rurainski
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07.09.2009