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Stuttgart 21 sofort beenden
Stuttgarter geben ihre Stimme ab

Der Bahnchef Rüdiger Grube sagt: Stuttgart 21 wird teurer. Welche Schlüsse sollten daraus gezogen werden?

Das fragte die Stuttgarter Zeitung anlässlich der Ankündigung von Bahnchef Rüdiger Grube, dass der Risikotopf in Höhe von 1,4 Milliarden Euro schon verbraucht ist, bevor auch nur der erste Spatenstich getan wurde.

Seit dem Tag fragen sich die Stuttgarter Bürger, wer denn dann für die Risiken aufkommen wird, die sich während der Bauzeit von S21 ergeben werden.
Zeigen doch die Bahnprojekte der jüngeren Vergangenheit, dass die tatsächlichen Kosten die Plankosten bei weitem überschritten haben.

4259 Bürger gaben ihre Stimme ab und das Ergebnis ist mehr als deutlich. Das ist ihr Votum:


Projekt sofort beenden68.3% (2908 Stimmen)
Eine Bürgerbefragung12.8% (546 Stimmen)
Einfach weitermachen18.0% (767 Stimmen)
Ist mir egal0.9% (38 Stimmen)


Um es in deutlichen Worten zu sagen: Der Anteil der S21 Befürworter ist auf 18 Prozent gesunken. Weniger geht kaum noch.

Bemerkenswert ist die Antwort des Bahnchefs als er auf den geleerten Risikotopf angesprochen wird: "Bei der Summe, die wir nennen werden, sind dann alle Risiken berücksichtigt, einschließlich der Preisindizierung und eines Risikopuffers. Eine andere Zahl würde ich nie akzeptieren." Da muss man am gesunden Menschenverstand zweifeln: Wenn man alle Risiken so genau kennt und beziffern kann, gibt es entweder gar kein Risiko oder Herr Grube hat eine Glaskugel. Wir tippen auf die Glaskugel.

Den Artikel der Stuttgarter Zeitung hier





16.11.2009