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100 Jahre Naturfreunde Stuttgart
Licht, Luft und Sonne
Am Donnerstag, 11. März, berichtet Peter Pipiorke von der Naturfreunde Radgruppe Stuttgart in seinem Vortrag mit Bildern über die Geschichte der Naturfreunde, von den Anfängen in der Kaiserzeit, über die Weimarer Republik, den Faschismus und die Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. Die Arbeitsbedingungen waren katastrophal - Zehnstundentag von Montag bis einschließlich Samstag inklusive. Angemessene Freizeitbeschäftigung war für viele Arbeiter ein Fremdwort. Das waren die Bedingungen als sich am 20. April 1910 eine Handvoll Arbeiter im „Goldenen Bären” in der Esslinger Straße traf und die Ortsgruppe Stuttgart der Naturfreunde gründete. Der Plan war verwegen, Arbeiter sollten in ihrer geringen Freizeit wenigstens freien Zugang zur Natur erhalten. Ausgehend von Wien, wo sich bereits 1895 die Naturfreunde gründeten, erfasste dieser Gedanke ganz Europa und sogar die „Neue Welt“ jenseits des Atlantiks. Bis dato war es ausschließlich bürgerliches Vorrecht die Schönheit der Natur zu genießen. Und Adel und Jagdpächter waren wild entschlossen dieses Privileg, teilweise sogar mit Waffengewalt, zu verteidigen. Ein beredetes Zeugnis dieser Auseinandersetzung ist der Gruß der Naturfreunde „BERG FREI“. Was kaum jemand zu hoffen wagte, die Gründung wurde zum Erfolgsmodell, es folgten rasch weitere Naturfreunde Gruppen in Stuttgart. Bald schufen die Naturfreunde Wanderstützpunkte, in denen sie ohne Verzehrzwang beisammen sein konnten. Es entstand ein dichtes Netz von Naturfreundehäusern, von denen es alleine in Deutschland noch heute über 400 gibt. In dieser Tradition stehen die Naturfreunde bis heute, mit einem vielfältigen Programm aus Kultur, Umwelt, Sport, … Termin: Donnerstag, den 11.03.10 Treffpunkt: 20.00 Uhr Ort: Bürgerzentrum Stuttgart-West, Bebelstr. 22, Wilhelm-Emil-Fein-Raum. |
08.03.2010
