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War es Mord oder Selbstmord?
Martina Fiess im Wochenblatt
Mit freundlicher Erlaubnis des STUTTGARTER WOCHENBLATTS können Sie den Artikel hier lesen! War es Mord oder Selbstmord? Das Erstlingswerk von Martina Fiess spielt mitten in Stuttgart - Die Werbebranche ihrer Titelheldin kennt die Autorin ganz genau "Tödlich schön", so heißt das Erstlingswerk von Martina Fiess im Emons Verlag. Der Krimi spielt an verschiedenen Schauplätzen mitten in Stuttgart. S-SÜD - "So kann man vor Ort hingehen und den Lokalkolorit auch spüren", ist sich Martina Fiess sicher. Beim Lesen von "Tödlich schön" hat man dann auch die Bilder des Pragfriedhofs, der Rosenau oder der Markuskirche vor Augen. Die Titelheldin ist Werbetexterin Bea Pelzer. Sie bekommt die lang ersehnte Chance, allen zu zeigen, was sie kann.Aber ihre erste eigene Kampagne droht ein Fiasko zu werden, denn nach dem Shooting begeht das Model Selbstmord. Als der Presse Fotos von der schönen Toten zugespielt werden, stürzen sich die Medien auf die Story. Um diese Publicity zu nutzen, soll Bea die Kampagne rasch realisieren. Doch bald kommt ihr der Tod des Models wie ein blutiger Werbefeldzug vor: Jeder scheint davon zu profitieren, sogar ihr Verlobter. Und wenn es nicht Selbstmord war, sondern Mord? Bea macht sich auf die Suche nach der Wahrheit, aber die ist schwer zu finden in einer Welt, in der die Wirklichkeit per Mausklick manipuliert wird und nur der schöne Schein zählt. Die Werbebranche ihrer Titelheldin kennt Martina Fiess selbst ganz genau. Sie wurde 1964 in Pforzheim geboren und lebt heute als Autorin in Stuttgart. Sie studierte Kunstgeschichte und Philosophie, promovierte und war als Sachbuchlektorin und in der Werbung tätig. Die Werbeagentur im Roman ist an der Weinsteige, einem der vielen Orte, den die Autorin gerne mag und deshalb auch in ihrem Roman verarbeitet hat. Erschienen ist der Roman mitten zu WM-Zeiten. Aber auch das ist schon berücksichtigt. "Die WM kommt im Buch ebenso vor wie auch die Landtagswahl, weil ich wusste, wann das Buch erscheinen wird", schmunzelt die Autorin beim Gespräch auf dem Friedhof an der Markuskirche. Ihr erster Roman ist ein voller Erfolg. Insgesamt hat sie eineinhalb Jahre am Manuskript geschrieben. Erfahrungen im Bereich der Krimis hatte sie schon vorher gesammelt. Sie gewann 2001 einen Krimiwettbewerb und hat auch schon zahlreiche Kurzkrimis veröffentlicht. "Aber die so genannten Kurzgeschichten wurden immer länger", so Martina Fiess. Ihre Personen entwickeln im Roman auch ihr eigenes Profil. "Ich lasse meine Figuren agieren und zeichne sie mir auch immer auf", erklärt sie ihre Arbeitsweise, "deshalb ändert sich auch immer noch einiges bis zum Ende". Bei der Premierenlesung waren alle Stühle belegt, es mussten sogar Zuhörer weggeschickt werden. Die Rückmeldungen der Leser waren alle positiv. "Es hat was Magisches, wenn die Leser das Buch nicht mehr weglegen konnten", freut sich Martina Fiess über den Erfolg ihres Erstlingswerkes. Ihr Krimi schafft es auch, Unterhaltung und Spannung zu vereinbaren. "Meine Leser sollen auch mal lachen können", so die Autorin. Martina Fiess selbst ist auch eine begeisterte Leserin. Am liebsten liest sie Bücher von Andreas Eschbach. Außerdem hat sie sich mit anderen Krimiautorinnen "verschwestert". Sie ist nämlich Mitglied der Sisters in Crime, einem internationalen Netzwerk von weiblichen Krimi-Autoren. Wer Martina Fiess aus "Tödlich schön" lesen hören möchte, der kann das am Samstag, 22. Juli, auf dem 28. Heusteigviertelfest auf der Kulturbühne in der Mozartstraße tun. Natürlich gibt"s den Krimi von Martina Fiess auch im Buchhandel zu kaufen. cs |

