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Umgestaltung Wilhelmsplatz
Aus für den Wochenmarkt ?

Seit Monaten wird im Gemeinderat über die Umgestaltung des Wilhelmsplatzes gerungen. Diskutiert wurde das Vorhaben bislang nur als reines Verkehrsprojekt.


War es erst ein Kreisel, soll es nun ein Tetragon werden. Der ahnungslose Bürger wird hier dann doch misstrauisch. Da muss doch ein Haken dran sein, wenn man für ein simples Viereck den wohlklingenden Namen Tetragon wählt. Und richtig:
Die Sache stinkt gewaltig.

Die neue Planung sieht vor, dass die Wilhelmstraße zukünftig kerzengerade zwischen der Olgastraße und dem "Tetragon" verläuft. Das bedeutet aber auch, dass der Wilhelmsplatz, auf dem freitags der Wochenmarkt stattfindet und an anderen Tagen Bürgern die Möglichkeit gibt sich aufzuhalten. zerstört wird. Zurück blieben zwei breite Streifen entlang der Wilhelmstraße mit zukünftig mehr Platz für die Gastronomie auf der Sonnenseite. Die Marktbeschicker sind empört. Es hat lange gedauert, den Markt zu etablieren und sie haben dementsprechend in diesen Markt investiert. Die Besucher, die sogar aus Kaltental auf den Markt kommen und das Angebot hoch schätzen, können es gar nicht glauben, dass eine solche Planung ernsthaft diskutiert wird.

Den Vogel haben nun die Grünen mit einem Antrag im Gemeinderat abgeschossen. Die Umgestaltung sei vor allem städtebaulich nötig. "Der Platz entspricht bei weitem nicht mehr den Anforderungen der stark besuchten Außengastronomie" und daher solle der Beschluss zur Umgestaltung des Wilhelmsplatzes umgesetzt werden.

Daher weht also der Wind. Die Grünen ziehen es also mittlerweile auch schon vor, auf der Sonnenseite der Wilhelmstraße sitzend, einen kühlen Toskanawein mit lieblichen Pfirsicharomen zu genießen als eben diese frisch aus biologischen Anbau auf dem Wochenmarkt gegenüber zu erwerben.

So wie man die Bürger des Heusteigviertels und den Heusteigviertelverein kennt, ist ein "Kater" allerdings nicht ausgeschlossen. Der Vorsitzende des Vereins Gerhard Schönleber hat jedenfalls angekündigt zusammen mit den Marktbeschickern diese "Planung gegen den Bürger nicht tatenlos hinzunehmen. Der Wilhelmsplatz und der Wilhelmsplatzmarkt müssen bleiben", fordert er.



07.04.2008