Männer fürs Haus der Geschichte
Ministerpräsident Oettinger wird im Süden fündig
"Zeigen Sie mir den Mann, der Kindererziehung auf Zeit übernimmt; er bekommt von mir einen Platz im Haus der Geschichte" sagte Ministerpräsident Günther Oettinger
Die "Stuttgarter Nachrichten" ließen sich das nicht zweimal sagen und die Redaktion stellte die Männer in der Serie Familie und Beruf vor. Natürlich war Sie im Stuttgarter Süden fündig geworden: Der grüne Gemeinderat Peter Pätzold und der grüne Bezirksbeirat Rupert Kellermann leben im Heusteigviertel seit Jahren ein Familienleben, das Günther Oettinger für ferne Zukunftsmusik hält.
Der Ministerpräsident lobte die Redaktion, dass sie so eindrucksvoll "die sich wandelnde Rolle der Väter" dargestellt hat und aufgezeigt hat, "wie sich Familie und Beruf im Alltag vereinen lassen". Herr Oettinger: "Es freut mich, dass die Redaktion so viele gelungene Beispiele finden konnte, bei denen sich Väter in der Elternzeit der Kindererziehung widmen. Denn diese Entwicklung zeigt, dass die Maßnahmen der Landesregierung auf dem Weg zum 'Kinderland Baden-Württemberg' erfolgreich sind. Ich möchte alle an dieser Stelle porträtierten Väter in Elternzeit zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch ins Haus der Geschichte einladen".
Inwieweit jedoch die beiden Grünen Peter Pätzold und Rupert Kellermann mit Herrn Oettinger, der sich im Sommerurlaub den Medien als alleinerziehender Vater präsentierte, Erfahrungen austauschen können, sei dahin gestellt. Leben sie doch ein Familienleben quasi nach christdemokratischen Vorstellungen und sind nicht "Väter in Elternzeit" sondern "Väter auf Lebenszeit". Dennoch freuen sie sich auf das Haus der Geschichte, wo sie schon lange ihren festen Platz haben sollten.
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