Bäume im Marthahausgarten gefällt
Waren die wirklich krank?
Die Motorsägen verkündeten das Unheil weithin hörbar und die Anwohner in der Heusteigstraße trauten ihren Augen nicht. Drei Bäume wurden im Marthahausgarten gefällt.
Es war zum Heulen: Drei herrliche Bäume im Marthahausgarten unterhalb der Heusteigstraße fielen der Motorsäge zum Opfer. Seit Jahren trauen die Anwohner dem Frieden nicht. Sollte doch das Marthahaus abgerissen werden und einem Neubau Platz machen.
Auf Druck der Heusteigviertler erließ der Stuttgarter Gemeinderat für das Marthahaus samt Garten eine Veränderungssperre und rettete es so vor der Abrissbirne. Das Anwesen wurde daraufhin an die Nestwerkstiftung verkauft und beherbergt nun eine Einrichtung der Caritas und bietet Wohnraum für kinderreiche aber wenig begüterte Familien an. Im Sommer ist nun ein alter Schuppen im Marthahausgarten abgebrannt und hat angeblich drei Bäume so geschädigt, dass sie gefällt werden mussten. Das bescheinigte zumindest ein Baumgutachten und die Stadtverwaltung gab ihr Plazet zur Baumfällung. An ihrer Stelle sollen drei neue Bäume gepflanzt werden.
Ob die herrlichen alten Bäume nun wirklich gefällt werden mussten oder aber einfach beim Aufbau eines neuen Schuppens oder anderem im Wege standen, lässt sich nun nicht mehr prüfen. Die gesunden Überreste der Bäume lassen aber mehr als ein Fragezeichen aufkommen. In Zukunft werden die Heusteigviertler wieder wachsamer sein und kritisch beobachten, ob die Nestwerkstiftung und die Stadtverwaltung nicht zu gut miteinander auskommen.
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